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Katzensitter gesucht: Wie findest du den richtigen Betreuer?

Bastian Behrens Aktualisiert am 26. September 2026 5 Min. Lesezeit
Katzensitter gesucht: Wie findest du den richtigen Betreuer?

Katzensitter gesucht: Wie du den richtigen Betreuer für deine Katze findest

Katzen sind im wahrsten Sinne des Wortes Gewohnheitstiere. Am wohlsten fühlen sich echte Stubentiger, wenn sie sich in vertrauter Umgebung aufhalten können und immer ihren festen Tagesablauf beibehalten.

Das wird für Besitzer von Wohnungskatzen dann zum Problem, wenn die Familie auf Reisen gehen will. Jetzt, wo die Ferienzeit beginnt, stellen sich wieder unzählige Katzenliebhaber die Frage: Wohin mit der Katze? Mitnehmen, in eine Tierpension geben oder einen Katzensitter finden, der die geliebte Mieze während der Abwesenheit zu Hause betreut?

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Katzen sind Gewohnheitstiere, die Reise zum Urlaubsort belastet sie meist stark.
  • Ein Katzensitter sollte liebevoll und katzenkundig sein.
  • Prüfe, wie er mit dem Tier umgeht und ob die Katzen ihn mögen.
  • Gib ihm detaillierte Informationen: Rituale, Fütterung und die Macken deiner Katzen.

“My home is my castle”

Dieser Spruch gilt nicht nur für Menschen, die ihr Zuhause über alles schätzen, sondern auch für alle Katzen, die ständig in einer Wohnung leben. Das sollte man immer im Hinterkopf behalten, wenn du darüber nachdenkst, deine Katze in den Urlaub mitzunehmen.

Abgesehen von ganz wenigen Ausnahmen, ist das in der Regel keine gute Idee. Schon die Reise zum Urlaubsort ist für eine Katze extrem belastend. Wenn wir da an Leo denken, für den schon der Weg zum Tierarzt eine wahre Tortour ist…

Vermutlich wird sich deine Wohnungskatze noch nicht an die fremde Umgebung gewöhnt haben, wenn du schon wieder die Koffer packen und die Heimreise antreten musst. Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten empfiehlt Katzenbesitzern darum, das Tier während des Familienurlaubs oder der mehrtägigen Dienstreise zu Hause zu lassen und während der Abwesenheit nach Möglichkeit von einer Person betreuen zu lassen, die die Katze bereits kennt.

Vielleicht hast du eine liebe Oma, einen Freund oder gute Bekannte, die für ein paar Tage in deine Wohnung ziehen und sich um die Katze kümmern würden? Das wäre der Idealfall, der sich aber leider nur in den seltensten Fällen organisieren lässt.

Wir hatten bisher immer Glück, dass wir jemanden aus der Familie oder dem Freundeskreis gefunden haben, der sich stets herzlich um unsere Wohnungskatzen Leo & Clio kümmerten.

Geht das nicht, kann die Wahl auf einen Katzensitter fallen. Am einfachsten gestaltet sich die Suche danach mit Hilfe des Internets. Zum Beispiel findest du auf folgenden Seiten unter dem Stichwort ‘Tierbetreuung’ Menschen, die ihre Dienste als Katzensitter anbieten:

Du kannst dort entweder eine Ausschreibung starten oder dir unter denjenigen, die ihre Dienste anbieten, die passende Person aussuchen und diese anfragen. Falls du weitere Infos über das Angebot von betreut.de anschauen möchtest, findest du hier einen ausführlichen Test des Anbieters.

Von Hundesittern hat man ja schon einiges gehört, auch von Personen, die ihre Dienste anbieten, um beispielsweise mit dem Hund Gassi zu gehen. Gleiches gibt es auch in vielen größeren Städten als Ein-Mann- oder Ein-Frau-Firmen, die Eure Katzen rundum versorgen. Die Kontaktdaten einiger solcher Firmen haben wir letztens erst beim Tierarzt aushängen sehen.

Augen auf bei der Auswahl eines Katzensitters

Welche fachliche Qualifikation der Katzensitter mitbringt, darüber kannst du dich bereits online anhand der einzelnen Profile informieren. Doch was sind wirklich die Qualifikationen, die einen guten Katzensitter ausmachen?

Aus unserer Sicht muss es eine Person sein, die liebevoll zu den Katzen ist. Sie muss sich auf der anderen Seite auch ein bisschen mit Katzen auskennen, damit sie beispielsweise die Katzensprache deuten und verstehen kann. Auch bei fremden Katzen kann man mit diesen Fähigkeiten schon für ein harmonisches Miteinander sorgen.

Zusätzlich wissen Katzenbesitzer bzw. Katzenkenner, worauf sie sich einlassen und kommen auch mit den eher lästigen Aufgaben, wie dem Säubern von dem Katzenklo, problemlos klar.

Wer seiner Katze unnötigen Stress ersparen möchte, der sollte darüber hinaus einen Einsatz auf Probe vereinbaren. Dabei solltest du auf folgende Punkte genauer achten:

  • Wie geht der Katzensitter mit dem Tier um?
  • Verstehen sich die Katzen mit dem Katzensitter?
  • Wie genau nimmt er oder sie es mit der Hygiene? (Das ist besonders wichtig, wenn der Katzensitter gleichzeitig mehrere Tiere betreut und womöglich Krankheitserreger übertragen könnte.)

Detaillierte Informationen sind das A und O

Ganz gleich, ob du einen professionellen Katzensitter beauftragst oder eine vertraute Person deine Katze versorgt - wie gut es deiner Katze während deiner Abwesenheit geht, hängt entscheidend davon ab, wie gut du deine Vertreter über Fress-, Freilauf- und Schlafzeiten informiert.

Gibt es beispielsweise feste Spiel- oder Fütterungsrituale, sollten diese beibehalten werden. Natürlich solltest du auch die liebenswerten Macken deiner Katzen keinesfalls verschweigen.

Katzenpension als Alternative?

Wer länger verreist, möchte nicht immer Eltern, Verwandte oder Freunde bitten, mehrere Wochen auf die Katzen aufzupassen. Wir haben uns deshalb vor einigen Jahren eine Katzenpension angesehen. Auf der Website hieß es, für die Katzen sei es dort wie Urlaub. Vor Ort sah es anders aus: ein abgewohnter Bungalow, gefliester Boden und relativ kleine Käfige links und rechts eines Ganges. Einige Katzen saßen verschüchtert in ihrer Transportbox und warteten darauf, abgeholt zu werden.

Freilauf gab es nur, wenn die Pflegerin die Käfige säuberte, und dann streng getrennt, damit es keine Kämpfe gibt. Leo und Clio hätten zusammen einen etwas größeren Käfig bekommen, der für zwei bewegungsfreudige Katzen deutlich zu klein gewesen wäre.

Für uns kam diese Pension deshalb nicht in Frage. Wir greifen weiter auf Familie und Freunde zurück, die bei uns zu Hause dafür sorgen, dass Leo und Clio in gewohnter Umgebung möglichst wenig Stress haben. Eine gute Pension muss nicht so aussehen. Schau sie dir aber vorher persönlich an und achte darauf, wie viel Platz und Auslauf die Katzen wirklich haben.

Leo

Geschrieben von Bastian Behrens

Wir schreiben seit 2012 über das Leben mit unseren Katzen Leo und Clio. Sie waren lange reine Wohnungskatzen und sind heute Freigänger: Leo ist viel draußen unterwegs, Clio geht nur in unserer Gegenwart raus. Mehr über uns