Maine Coon Katze als Wohnungskatze halten?

Der Name der Maine Coon kommt aus dem Englischen: „raccoon“ heißt Waschbär. Nicht nur der Name, auch das Aussehen erinnert an den Kleinbären, denn die Maine Coon gehört zu den Halblanghaarkatzen und hat einen langen, buschigen Schwanz.
Ob sie sich als Wohnungskatze eignet, hängt vor allem davon ab, wie viel Platz und Zeit du ihr geben kannst.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Die Maine Coon ist eine große, kräftige Halblanghaarkatze, Kater wiegen meist 5,5 bis 9 kg, voll ausgewachsen ist sie mit etwa 3 Jahren.
- Sie ist freundlich und intelligent und braucht tägliche Beschäftigung.
- Das lange Fell verlangt regelmäßiges Kämmen, sonst verfilzt es.
- Typische Erkrankungen sind HCM, SMA und Hüftdysplasie, gute Züchter testen die Elterntiere.
- In der Wohnung braucht sie viel Platz, einen stabilen Kratzbaum und ein großes Katzenklo.
Größe und Aussehen
Die Maine Coon gehört neben der Norwegischen Waldkatze und der Ragdoll zu den größten und schwersten Hauskatzen. Man nennt sie großrahmig. Ihr Kopf ist etwas länger als breit, die Augen stehen weit auseinander, die Ohren sind auffällig groß und breit im Ansatz. Zwischen den Zehen wachsen Fellbüschel, die man „Schneeschuhe“ nennt.
Kater werden meist 5,5 bis 9 Kilogramm schwer, große Tiere auch mehr, Kätzinnen sind etwas zierlicher mit etwa 4 bis 6,5 Kilogramm. Ein ausgewachsener Kater kann von der Nasen- bis zur Schwanzspitze über 1,20 Meter lang werden. Ausgewachsen ist eine Maine Coon erst mit etwa drei Jahren.
Herkunft
Die Maine Coon stammt aus dem Nordosten der USA und ist seit 1985 die Staatskatze von Maine. Ihr dichtes, wasserabweisendes Fell und die Fellbüschel an den Pfoten schützen sie vor kaltem Wetter. Viele Maine Coons sind wasserinteressiert und spielen gern mit fließendem Wasser.
Charakter und Verhalten
Die Maine Coon gilt als „sanfter Riese“: freundlich und geduldig, dabei anhänglich. Sie zeigt auch Artgenossen gegenüber keine aggressiven Neigungen und lässt sich deshalb gut zusammen mit anderen Katzen und mit Kindern halten.
Sie ist ein begabter Jäger und benutzt im Alltag gern die Pfoten. Mit Leichtigkeit öffnet sie Türen und Wasserhähne, deshalb solltest du das Badezimmer schließen, wenn sie allein ist. Viele Maine Coons nehmen ihr Futter erst mit der Pfote auf und fressen aus ihr, statt direkt aus dem Napf.
Sie ist intelligent und will täglich gefordert werden. Interaktives Spiel, Intelligenzspielzeug und das Apportieren, das sie leicht lernt, eignen sich gut dafür, siehe Apportieren beibringen. Ihre Stimme ist leise und ungewöhnlich hoch, man würde bei so einer großen Katze eine tiefere erwarten.
Fellpflege
Das lange, dichte Fell verfilzt leicht, wenn du es nicht pflegst. Kämme deine Maine Coon regelmäßig, damit sich keine Knoten bilden, und plane im Fellwechsel mehr Zeit ein. Knoten löst du behutsam mit den Fingern, ausgezogen werden sie nicht. Wie du dabei am besten vorgehst, steht im Ratgeber über gesundes Katzenfell.
Gesundheit
Die Maine Coon gilt als robust, hat aber rassetypische Erkrankungen. Dazu zählen die Herzmuskelerkrankung HCM (hypertrophe Kardiomyopathie), die Rückenmarkserkrankung SMA, für die es einen Gentest gibt, und Hüftdysplasie. Eine regelmäßige Herzuntersuchung mit Ultraschall beim Tierarzt kann Veränderungen früh zeigen. Seriöse Züchter testen ihre Elterntiere und legen die Ergebnisse offen.
Platz, Kratzbaum und Ausstattung
Wegen ihrer Größe und Kraft braucht die Maine Coon mehr Ausstattung als eine durchschnittliche Katze:
- Kratzbaum: groß, standfest und mit dicken Stämmen, damit er ihr Gewicht sicher trägt und sie sich beim Kratzen voll strecken kann, mehr dazu im Kratzbaum-Ratgeber.
- Liegeflächen: breite Plätze, auf die sie samt Schwanz passt.
- Katzenklo: groß genug, dass sie sich bequem umdrehen kann, siehe Katzenklo-Tipps.
- Transportbox: eine große Box, in der sie bequem liegen kann, mehr in der Transportbox-Kaufberatung.
Für wen passt die Maine Coon?
Die Maine Coon passt zu Menschen, die Zeit für Spiel, Zuwendung und Fellpflege haben und Platz für große Ausstattung bieten. Sie braucht mehr Futter als eine durchschnittliche Katze, und auch Tierarzt- und Transportkosten fallen wegen ihrer Größe höher aus. Wer eine Maine Coon kauft, sollte auf einen seriösen Züchter achten, der Gesundheitstests vorlegt. Wer eine insgesamt kleinere, aber ähnlich robuste Rasse sucht, findet in der Kartäuser Katze eine ruhige Alternative.
Mit dieser Ausstattung und täglichem Spiel fühlt sich eine Maine Coon auch in der Wohnung wohl. Ein ausführliches Porträt findest du in 10 Fakten über Maine Coon Katzen.
Häufige Fragen zur Maine Coon als Wohnungskatze
Ist eine Maine Coon als reine Wohnungskatze geeignet?
Ja, wenn sie genug Platz, Beschäftigung und Klettermöglichkeiten hat. Sie ist ausgeglichen und geduldig und kommt auch mit Kindern gut zurecht.
Wie schwer wird eine Maine Coon?
Kater wiegen meist 5,5 bis 9 Kilogramm, einzelne noch mehr, Kätzinnen etwa 4 bis 6,5 Kilogramm. Voll ausgewachsen ist sie erst mit etwa drei Jahren.
Wie oft muss ich eine Maine Coon kämmen?
Das lange, dichte Fell sollte regelmäßig gekämmt werden, damit es nicht verfilzt. Im Fellwechsel brauchst du dafür deutlich mehr Zeit.
Welche Krankheiten sind bei der Maine Coon typisch?
Bekannt sind die Herzmuskelerkrankung HCM, die Rückenmarkserkrankung SMA und Hüftdysplasie. Seriöse Züchter testen ihre Elterntiere darauf.


